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BGH begrenzt fiktive Reparaturkosten

„Für die Erstattung sogenannter fiktiver Reparaturkosten kann auch eine freie Werkstatt als Maßstab herangezogen werden. Der Bundesgerichtshof hat einem Bericht von ,Handelsblatt online‘ zufolge die entsprechenden Ansprüche in einem Urteil (Az.: IV ZR 426/14) begrenzt.
Fiktive Reparaturen sind solche, die Fahrzeughalter nach einem selbst verschuldeten Unfall ihrer Kaskoversicherung in Rechnung stellen dürfen, auch wenn der Schaden gar nicht beseitigt wird. Die Kosten einer teuren Markenwerkstatt dürfen jedoch nur unter bestimmten Umständen geltend gemacht werden, entschied der BGH. Im vorliegenden Fall, ging es um einen Fahrer, der mit seinem vier Jahre alten Wagen einen Unfall mit einem Lkw selbst verschuldet hatte. Er verzichtete auf die Instandsetzung seines Wagens, veranschlagte bei seinem Versicherer aber rund 9.400 Euro für die fiktive Reparatur. Diese ließ ein Gegengutachten erstellen, das zu dem Schluss kam, dass in einer ungebundenen Werkstatt wegen der geringeren Lohnkosten die Arbeiten deutlich günstiger ausgeführt werden könnten. Die Versicherung billigte dem Autofahrer daher 3.000 Euro weniger zu.
Anspruch auf die höheren Preise einer Markenwerkstatt hat der Versicherungsnehmer demnach jedoch dann, wenn nur diese den Schaden beheben kann, das Auto dort stets gewartet wurde oder es sich um ein noch sehr neues Fahrzeug handelt.” (Quelle: ,Handelsblatt online‘)

Wissen rund ums KFZ

Kompakt, schnell und immer mit Bezug zum Kraftfahrzeug, das ist das GTÜ-Wissensportal über Kraftfahrzeuge und technische Komponenten der Fahrzeuge. Entdecken Sie mit dem GTÜ-Portal das Wissen von derzeit über 120 Fachinformationsplattformen, die hier auf drei Wegen abgerufen werden können.

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Die richtige Oltimer Zulassung

Das Interesse an Oldtimern ist ungebrochen, gibt es doch zahlreiche Privilegien: keine Abgasuntersuchung für Fahrzeuge vor Erstzulassung Mitte 1969 (Benziner) bzw. 1977 (Diesel), Ausnahme von Fahrverboten in Umweltzonen, Steuervergünstigungen oder spezielle Oldtimertarife bei Versicherungen. Hat das Fahrzeug erst einmal die magische Grenze von 30 Jahren ab Erstzulassung erreicht, bieten sich mehrere Zulassungsmöglichkeiten an, welche unterschiedliche Vor- aber auch Nachteile mit sich bringen:

H-Kennzeichen

Für die Zuteilung eines historischen H-Kennzeichens durch die Zulassungsstelle benötigen Sie eine Begutachtung nach §23 StVZO. Die Untersuchung umfasst sowohl eine amtliche Hauptuntersuchung (gemäß § 29 StVZO), als auch eine fundierte Begutachtung des mindestens 30 Jahre alten Fahrzeuges hinsichtlich des Pflege- und Erhaltungszustands sowie der Originalität der Hauptbaugruppen. Bei positiver Beurteilung kommen Sie als Halter in den Genuss eines reduzierten pauschalen Steuersatzes in Höhe von 191,73 €. Damit lohnt sich das H-Kennzeichen steuerlich für Dieselfahrzeuge bereits ab einem Hubraum von 600 ccm, Benziner sparen ab 800 ccm. Fahrzeuge mit H-Kennzeichen unterliegen keinerlei Nutzungseinschränkungen, auch dürfen sie ohne Feinstaubplakette in Umweltzonen einfahren. Die regelmäßigen Termine zur Hauptuntersuchung müssen jedoch absolviert werden.

ROTES 07-KENNZEICHEN

Das rote 07-Kennzeichen ist ein Wechselkennzeichen, das heißt, mit einer Nummer können mehrere Fahrzeuge abwechselnd bewegt werden. Damit eignet es sich für Besitzer größerer Sammlungen. Wie für das H-Kennzeichen ist auch für den Erhalt eines roten 07-Kennzeichens eine positive Begutachtung nach §23 StVZO erforderlich. Zusätzlich muss der Antragsteller ein polizeiliches Führungszeugnis sowie einen KBA-Auszug einreichen. Die Zulassungsstelle stellt dann einen gesonderten Fahrzeugschein aus, in den alle zugeordneten Oldtimer eingetragen werden. Dann sind für Fahrten weder Feinstaubplakette noch eine gültige Hauptuntersuchung erforderlich. Jedoch ist die Nutzung stark eingeschränkt, das automobile Schätzchen darf nur zu Oldtimerveranstaltungen oder zu Probe- und Überführungsfahrten im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Über die Einsätze ist ein Fahrtenbuch zu führen.

SAISON-KENNZEICHEN

Beim Saison-Kennzeichen wird verbindlich vorab festgelegt, für welchen Zeitraum das Fahrzeug alljährlich zugelassen sein soll. Die Gültigkeitsdauer (z. B. 04/10 vom 1. April bis 31. Oktober) steht am rechten Rand des Kennzeichens. Im festgelegten Zeitraum ist das Fahrzeug automatisch zugelassen, damit entfällt das lästige An- und Abmelden zum Saisonstart und –ende. Die Kfz-Steuer wird nur im angegebenen Zeitraum fällig, jedoch darf das Fahrzeug in der übrigen Zeit nicht am öffentlichen Verkehr teilnehmen und auch nicht dort abgestellt werden. Eine gültige Plakette für die Hauptuntersuchung und in Umweltzonen für Feinstaub ist erforderlich.

KURZZEIT-KENNZEICHEN

Mit diesem Kennzeichen sind lediglich Prüf- und Überführungsfahrten erlaubt. Zur Erteilung muss eine gültige Hauptuntersuchung vorgelegt werden. Das Ablaufdatum ist im gelben Feld angegeben. Es ist höchstens fünf Tage gültig und damit keine Lösung auf Dauer. Eine Feinstaubplakette ist zum Einfahren in Umweltzonen trotzdem notwendig.

REGULÄRES AMTLICHES KENNZEICHEN

Selbstverständlich kann auch ein Fahrzeug, das älter als 30 Jahre ist, auch mit einem regulären amtlichen Kennzeichen zugelassen bleiben oder werden. Dafür ist jedoch der reguläre Steuersatz ebenso fällig, wie die 2-jährige Hauptuntersuchung und eine der Umweltzone entsprechende Feinstaubplakette. Der Zeitraum einer eventuellen vorübergehenden Stilllegung kann dafür jedes Jahr individuell festgelegt werden. Bleibt der Oldtimer angemeldet, kann man bei den nicht allzu strengen Wintern plötzliche Schönwetterperioden uneingeschränkt nutzen.

Braune Prüfplaketten seit Jahresbeginn ungültig - jetzt schnell zur HU!

Autofahrer, die noch eine braune Prüfplakette für die Hauptuntersuchung (HU) auf ihrem Kennzeichen am Fahrzeugheck haben, sollten so bald wie möglich zu einer Prüforganisation wie der GTÜ fahren. Denn seit Jahresbeginn haben die braunen Plaketten mit der Zahl 16 in der Mitte für alle Kraftfahrzeuge und Anhänger ihre Gültigkeit verloren. Darauf weist die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hin.

Für 2017 sind Plaketten mit der Farbe Rosa (17), Grün (18) und Orange (19) gültig. Fahrzeuge mit rosa Prüfplakette (17) sind dieses Jahr mit der HU an der Reihe. Neufahrzeuge, die 2017 zugelassen werden, tragen die Farbe Blau (20). Die Abgasuntersuchung (AU) gehört zur HU und wird von den GTÜ-Prüfingenieuren mit erledigt. Für die HU brauchen Autofahrer die Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder den Fahrzeugschein. Bei Änderungen am Fahrzeug benötigt der Prüfingenieur zusätzlich das Teilegutachten oder die Betriebserlaubnis.

Bei einer Überschreitung des HU-Termins wird zwar nicht mehr zurückdatiert, doch bei einer Überziehung von mehr als zwei Monaten steht jedoch eine vertiefte HU an, die mit höheren Kosten verbunden ist. Zudem müssen Autofahrer mit einer Verwarnung oder Bußgeld rechnen. Bei zwei Monaten werden 15 Euro fällig, nach vier Monaten sind es 25 Euro, nach acht Monaten 60 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Auch droht der Verlust des Versicherungsschutzes.

Quelle: GTÜ

Kundenzufriedenheit Platz 1

Kundenmonitor Deutschland 2016

Der Kundenmonitor Deutschland vom Servicebarometer München misst seit 1992 jährlich die Kundenzufriedenheit und die Qualität der Kundenbeziehung sowie deren Auswirkungen auf die Kundenbindung von Unternehmen.

Aus über 80 Branchen der Branchengruppen Handel, Finanzdienstleistungen, Infrastruktur, Reise und Verkehr, Medien, Logistik etc. werden aussagekräftige Stichproben genommen und untersucht.

Im Jahr 2016 bescheinigen die Kunden den GTÜ-Prüfingenieuren zum fünften Mal in Folge, dass es ihnen in besonderer Weise gelingt, die Kundenerwartungen zu übertreffen.

Die besonders hervorzuhebenden Serviceleistungen sind Freundlichkeit, erläutern der Inhalte und die Ergebnisse der Fahrzeugprüfung. Zudem stehen Sie den Kunden mit Rat und Tat zur Verfügung.

Diese positiv bewerteten Leistungen führen dazu, dass die GTÜ gerne weiterempfohlen wird.

Weitere Details zum Kundenmonitor Deutschland finden Sie im Internet unter

www.servicebarometer.net/kundenmonitor/de/

Quelle: GTÜ